Moorbeet Bau des Moorbeets

Benötigt wird:
  • Regenwasser Sammelbehälter oder Osmoseanlage
  • ungedüngten Weisstorf
  • Eimer, die den Boden abdecken
  • Quarzsand
  • Netz
  • Pflanzen
Fast das wichtigste beim Bau eines Moorbeets ist die Standortbestimmung. Viele Carnivoren mögen einen Sonnigen Platz im Garten. Es ist also wichtig, dass der Standort so viel wie möglich direkte Sonne bekommt. Schatten kann man später immer noch durch z.B. Grässer erzeugen, jedoch an der Sonneneinstrahlung lässt sich nichts mehr ändern.
Den Standort, den ich mir ausgesucht habe, wird täglich mindestens 8 Stunden von der Sonne angestrahlt.
Wichtig ist ebenfalls der Vorrat an Regenwasser. Ein Moorbeet kann an warmen Sommertagen eine Menge Wasser verlieren. Ein Nachfüllen ist deshalb notwendig. Ich habe mir zuerst einen quadratisches 300L Regenfass gekauft, welches ich aber nicht empfehlen kann. Es ist nach dem es zum ersten mal voll war gebrochen und die 300L Wasser waren in der Garage. Ich bin deshalb auf ein 1000L Fass umgestiegen, was so stabil ist, dass es die 1000L aushält.

schlechtes Regenfass Wasserdurchburch



Hier habe ich begonnen das Loch auszuheben.


Der Plan war, das ausgehobene Loch mit dicker Teichfolie und Teichflies auszulegen. Teichflies wird benötigt um die Teichfolie zu schützen.
Im Baumarkt sah ich dann allerdings diese Fertigteichwannen. Diese waren günstiger als Folie + Flies und wesentlich stabiler. Deshalb entschied ich mich für diesen Fertigteich.

Hier der eingearbeitete Fertigteich und drei Eimer, mit einem Loch.

Diese Eimer dienen als Wasserspeicher. Man kann dafür ganz normale Eimer verwenden (50 Cent pro Eimer haben diese im Baumarkt gekostet), welche man falsch herum in das Moorbeet stellt und im Boden Löcher bohrt. Natürlich noch die Metallbügel entfernen.
Jetzt kann mit Torf aufgefüllt werden. Bei dem Torf ist zu beachten, dass es sich um ungedüngten, unbehandelten mässig zersetzen Weisstorf mit einem PH Wert von 3-5 handelt. Dieser ist nicht überall erhältlich. Ich habe so genannten "Lättischen Weisstorf bei einem Pflanzengeschäft bekommen.

Lättischer Weisstorf

Ist der Torf feucht, so kann er direkt eingefüllt werden. Bei trockenem Torf sollte dieser zuerst 24Stunden angefeuchtet werden. Das natürlich mit Regenwasser oder mit Osmosewasser. Es darf auf keinen Fall mit Leitungswasser gearbeitet werden, da der Kalk und die Mineralien, die gelöst sind den Pflanzen später schaden
Ist der feuchte Torf eingefüllt, so muss nun mit Regenwasser aufgegossen werden. Ich hatte jedoch kein Regenwasser, da es bis jetzt noch nicht geregnet hatte. Deshalb habe ich mit Folie den Torf vom dem Austrocknen geschützt.

Vor Austrocknen geschützter Torf

Da es aber die nächsten Tage auch nicht regnete, habe ich mir eine Osmoseanlage gekauft. Bei einer solchen Anlage, wird Wasser (Leitungswasser) durch eine feine Membran gedrückt, welche so klein ist, dass nur Wassermolekühle durchpassen. Somit erhält man reines Wasser. Es ist nicht ganz so rein, wie Regenwasser, jedoch kann man es verwenden. Bei einer Osmoseanlage ist zu beachten, dass diese 3 Liter Wasser für ein Liter reines Wasser benötigt. Es ist also keine günstige Lösung.

Meine Osmoseanlage

Ich habe das reine Wasser durch den Gartenschlauch ins Moorbeet geleitet.

Osmosewasser gelangt in das Moorbeet.

Das Torf setzt sich etwas, nachdem es richtig nass wird. Es muss dann noch etwas nachgefüllt werden.

Ist das Moorbeet nun mit Wasser und Torf gefüllt können die Pflanzen eingekauft werden. Ich habe diese zuerst mit Topf probe gestellt, um zu sehen ob das Design stimmt :).

Probestellen der Pflanzen

Ich habe in der Mitte einen Blumentopf aus Ton eingearbeitet und diesen mit Holzstücken umrundet. So habe ich einen kleinen See im Moorbeet und kann den Wasserstand leicht prüfen.
Nachdem der Optimale Platz der Pflanzen gefunden ist, kann das einpflanzen beginnen. Ich habe die obere Torfschicht (ca. 2-3cm) mit einem Torf - Quarzsand Gemisch aufgefüllt. Viele Carnivoren mögen sandigen Boden.
Zur Sicherheit habe ich noch 4 Wochen lang, nach der Bepflanzung, ein Netz über das Moorbeet gespannt. Es hält Vögel und anderes Getier fern.
Gespanntes Netz gegen Vögel

Nun ist das Moorbeet fertig. Jetzt heisst es Warten und beobachten :).

Fertig bepflanztes Moorbeet

Das ganze sieht noch etwas "Matschig" aus. Beim ersten Regen wird der Matsch gegen die Pflanzen geschleudert. Ich empfehle ein Moos wie zum Beispiel Sphagnum zu pflanzen. Dies hat gleich mehrere Vorteile, es schützt die Pflanzen vor Torf bei Regen und im Winter vor Kälte und es produziert Säure. Der leicht säuerliche Boden ist für Carnivoren wichtig. Zudem verhindert er das wachsen von anderen Pflanzen und Schimmel.
Mein Beet hat einen PH Wert von 4.

PH Wert des Moorbeets




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